…naja, zumindest in der Nase! Trotz der akuten Erkältung ist es langsam an der Zeit die läuferischen Planungen für 2012 zu konkretisieren:
Gesetzt ist zumindest schon der Metropolmarathon in Fürth. Da habe ich mich sogar schon angemeldet. Ansonsten bin ich mir noch ziemlich unsicher, wohin der Weg 2012 führen soll. Letztes Jahr habe ich drei Marathonläufe gefinisht: Einen flachen Stadtmarathon und zwei profilierte Landschaftsläufe mit je rund 800 Höhenmetern.
Die Vorbereitung für flache und schnelle (Tempo-)Läufe unterscheidet sich naturgemäß von der für profilierte Bergläufe, also wäre es durchaus zielführend, sich auf eine Disziplin festzulegen.
Tempo:
Trainingsziel für die nächsten ein bis zwei Jahre wäre hier die für Hobbyläufer “magische Zielzeit” von unter 3 Stunden. 3:35 h stehen derzeit als persönliche Bestzeit auf dem Papier. Da ich diese Zeit bei einem Landschaftslauf mit rund 800 hm gelaufen bin, stellt sich die Frage, welche Zeit das bei einem flachen Lauf ergeben hätte. Als Fausformel gilt: 100 Höhenmeter entsprechen rund 700 Längenmetern. Somit ergibt sich rein rechnerisch ein Zuschlag von knapp 25 Minuten (800 hm x 700 m x 4 1/2 min/km.). Die errechnete Zeit für den schnellen Lauf liegt somit bei 3:10 h – also ca. 10 Minuten über der angestrebten “Sub 3″. Ich müsste mich also um rund 15 Sekunden pro Kilometer verbessern.
Profil (& Distanz):
Die zweite Möglichkeit wäre eine Optimierung der “Kletterfähigkeit”, um so auch anspruchsvollere Bergläufe durchstehen zu können. Als Ziel könnte ich mir Läufe im Bereich von 2.000 hm vorstellen. Diese “traillastigeren” Läufe sind aber oftmals länger als 42 km und gehören damit zu den Ultraläufen. Typisch sind hier Distanzen zwischen 50 und 100 Kilometern (wobei nach oben noch reichlich Luft ist – z.B. die Tortour de Ruhr mit unvorstellbaren 230 km).
Prinzipiell machen mir die Trailläufe in den Bergen mehr Spaß als schnelle Straßenläufe, aber eine Entscheidung für das Profil ist eben fast zwangsläufig auch eine Entscheidung für die Distanz und daher müsste hier vermutlich deutlich mehr Training investiert werden. Um es auf den Punkt zu bringen: Einer Geschwindigkeitsverbesserung von 10 Sekunden pro Kilometer steht eine Verdopplung von Höhe UND Distanz gegenüber! Wie würde darauf wohl mein lädiertes Knie reagieren (der Meniskus wurde zu 70% nach einem Korbhenkelriss entfernt)?
Die dritte und vermutlich vernünftigste Option: Ein weiterer Ausbau der Grundlagenausdauer bei moderater Temposteigerung.
Um auch hier ein Ziel für 2012 festzulegen, könnte eine Marathon Zielzeit von 3:15 h angestrebt werden. Gleichzeitig wäre wohl auch noch Luft für den ersten Ultra mit 50-65 km. Diese Variante mindert zwar die Chance auch mal auf dem Treppchen zu stehen, lässt aber im Gegenzug den größten Spielraum für zukünftige Pläne.
Mal sehen, was mein Personal-Trainer Oli zu der Thematik zu sagen hat!