Archiv für September, 2006

Von San Pedro nach San Christobal

13. September 2006

Vom chilligen San Pedro sind wir nach San Christobal d.l.C. weitergereist.

Die Fahrt hierher war kann durchaus als spannend bezeichnet werden: Vom Atitlan See aus ging es zunaechst mit guatemaltekischen Bussen in Richtung Grenze. Dem ersten Fahrer haben wir noch unser Ziel gesagt und von da an mussten wir eigentlich nur noch unserem Gepaeck folgen (nachrennen), das immer schon vor uns im (oder eher auf dem) naechsten Bus war.
Nach abenteuerlichen Grenzuebertritt sind wir dann aber erst mal in Comiten, einer kleineren Stadt nach der Grenze, geblieben.

Von dort sind wir heute in San Christobal eingetroffen und haben uns ein nettes Hotel fuer die naechsten Tage genommen. Schliesslich wollen wir hier den baldigen Feiertag “El grito de independencia” miterleben.

San Pedro am Atitlan See

11. September 2006

Seit zwei Tagen sind wir jetzt am Atitlan See in Guatemala. Der Lago ist wirklich schoen und erinnert mich sehr an den, wenn auch viel kleineren, Lago de Ledro in Italien.
Ok, wir sind hier auf rund 1.500 Metern Hoehe, es ist angenehm warm und man kann auch wunderbar baden…

Der See ist von Bergen und Vulkanen gesaeumt und zahlreiche Doerfchen liegen an seinen Ufern. In einem dieser Doerfer, San Pedo (ein Hippie-Paradies), sind wir in einem Hotel mit lustigen Besitzern abgestiegen. Fuer schlappe 2,50 Euro p.P. wohnen wir hier im Doppelzimmer mit eigenem Bad. Uebrigens kostet das Zimmer genauso viel wie ein Liter “Gallo” – das hervorragende guatemaltekische Bier oder ein Fruehstueck mit Cafe con Leche, Muesli, Yoghurt und Fruechten – komisches Verhaeltnis!

Hier in San Pedro gibt es eine Felskueste, an der man wunderbar baden und schwimmen kann. Ansonsten sind wir gerade ziemlich faul und unsere einzige sportliche Aktivitaet besteht im Kanufahren. Wir haben den See natuerlich gleich mal auf der schmaleren Seite ueberquert und waren damit gute zwei Stunden beschaeftigt.

Morgen treibt es uns schon wieder weiter – wir werden zurueck nach Mexiko fahren und zunaechst San Christobal gleich hinter der mexikanischen Grenze ansteuern…

Lernen, lernen, lernen, …

8. September 2006

Die zweite Woche Spanischkurs ist jetzt fast vorbei – und ich bin wirklich dankbar, jetzt endlich wieder etwas anderes tun zu koennen, als Verben rauf- und runterzukonjugieren.

Die zweite Woche Kurs war sicherlich nicht schlecht, auch wenn ich mit meinem Lehrer nicht ganz so viel Glueck hatte. Die Schule bietet Nachmittags ganz nette Exkursionen an. So haben wir bereits an einer Stadtfuehrung teilgenommen und eine Macademia-Finca besucht.

Genug gejammert – am Samstag satteln wir die Huehner und dann geht es weiter, zunaechst zum Atitlan See und dann zurueck nach Mexico. Der See soll wunderbar zum relaxen geeignet sein und genau das kommt mir jetzt seeehr recht!

Anschliessend werden wir Guatemala wohl wieder verlassen und uns entlang der Pazifikkueste in den Norden Mexicos bewegen. Die Eisenbahnstrecke durch den dort gelegenen Kupfercanjon gilt als eines der Highlights einer jeden Reise durch den mexikanischen Norden und deswegen wollen wir uns den Trip auch nicht entgehen lassen…

Schulparade in Antigua

4. September 2006

Heute sind die Kapellen vieler Schulkassen durch die Strassen Antiguas gezogen.
Das ganze Zentrum war von der flotten Musik der Kids beschallt und an den Gehsteigen standen die Eltern und viele Zuschauer, um das bunte Treiben zu verfolgen.

Eine Kapelle nach der anderen zog so durch die Altstadt und ich muss schon sagen: Da koennten sich unsere “Jugendkapellen” mal ne ordentliche Scheibe von abschneiden!

Im Vergleich zu den temperamentvollen tanzenden Kids hier, ist das bei uns eine ziemlich lahme Darbietung.

Der aktive Vulkan Pacaya

2. September 2006

Heute sind wir mal wieder frueh um 5:30 aufgestanden und mit dem Minibus zu einem der vier aktiven Vulkane Guatemalas, dem Pacaya gefahren. Mit uns im Bus sitzen 8 weitere verpennte Touris aus Australien, Japan, Frankreich und wer weiss von wo sonst noch…

Schon von weitem ist die weisse Rauchsaeule des 2500 Meter hohen Strato-Vulkans zu erkennen. Nach eineinhalb Stunden Aufstieg sind wir schliesslich unterhalb des Kraters angekommen. Das ist der fuer uns hoechste erreichbare Punkt, da es direkt am Krater derzeit zu gefaehrlich ist.

Dafuer werden wir hier mit dem Anblick fliessender Lava entschaedigt. In ein bis zwei Metern Abstand ist die Hitze geradezu unertraeglich. Immer wieder fallen erkaltete Brocken Gestein herab, die der Strom vor sich herschiebt.

Hinter uns reisst derweil die Wolkendecke auf und gibt den Blick auf ein weites Bergmassiv frei waehrend sich am Horizont schon der Pazifik zeigt.

Flores – Guatemala

1. September 2006

Hier die Bilder von Flores – mehr Infos findet Ihr in dem Beitrag “Durch Belize nach Guatemala”.


Tikal – Maya Ruinen in Guatemala

1. September 2006

Eines der unumstrittenen Highlights der bisherigen Reise sind die Maya-Ruinen von Tikal.

Urwald und Tempel liegen unter dem morgendlichen Nebel durch den nur die Spitzen der Pyramiden herausragen. Die gesamte Anlage ist gewaltig und erstreckt sich ueber mehrere Quadratkilometer. Frueher lebten und arbeiteten hier bis zu 100.000 Mayas in einem streng hierarchischen System aus verschiedenen Schichten, vom Sklaven ueber Prieseter bis zum Herrscher.

Die Besichtugung der gesamten Anlage braucht in unserem, doch eher fortgeschrittenen Tempo, rund 6 Stunden, da die vielen Tempel und Gebaeude in verschiedenen Distrikten erbaut wurden und durch laengere Wege miteinander verbunden sind.

Der Eintritt kostert 50 Quetzal – rund 6 Euro, inkl. der einstuendigen Anfahrt also rund 15 Euro.

Durch Belize nach Guatemala

1. September 2006

Nach dem beschaulichen Stadtleben in Chetumal zieht es uns jetzt weiter nach Guatemala. Hier koennen wir unsere Ausgaben hoffentlich weiter reduzieren – die Tourigebiete sind naemlich nicht wirklich guenstig.

Der Bus nach “Flores”, einem Ort in der Naehe der Maya-Ruinen “Tikal”, faehrt schon um 6.00 Uhr ab und so heisst es wieder einmal mitten in der Nacht aufstehen, Taxi rufen und zum Busterminal fahren. Der 2. Klasse Bus der Linea Dorado hat zum Glueck keine Klimaanlage (man kennt hier nur an oder aus und an heisst dann auch wirklich an – brrrr) und ist fast leer – so macht das Reisen Spass!

Bei der abendlichen Ankunft in Flores, einem Insel-Dorf im Lake Peten Itza, werden uns gleich mal Tickets fuer die morgige Fahrt nach “Tikal” angedreht. Leider werden wir hier zum ersten Mal beschissen und zahlen 1/3 mehr als noetig – die Offenheit und Ehrlichkeit der Menschen in Chetumal hat uns wohl etwas leichtglaeubig werden lassen…

Flores an sich ist ein nettes Dorf auf besagter Insel in einem ziemlich grossen See, das ueber einen Damm mit dem “Festland” verbunden ist. Da hier eine Menge Touristen absteigen, die Tikal besichtigen wollen, finden sich om Ort hauptsaechlich Hostels, Bars, Restaurants und Mini-Supermaerkte. Trotzdem ist es hier noch recht angenehm und nicht so uebertrieben wie Playa del Carmen, Cancun oder die anderen Hochburgen Mexicos.

Jetzt sind wir also in Guatemala und werden die naechsten ein bis zwei Wochen im Land bleiben, noch ein Paar Tage Spanisch lernen und im Hochland etwas abkuehlen (der Stefan ist naemlich nicht wirklich tropentauglich und freut sich schon auf das kuehlere Klima in 2.500 Metern Hoehe).

Busfahrt Chetumal – Belize:

Busfahrt Belize – Gatemala:

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