Archiv für November, 2006

Whanganui Journey

28. November 2006

Auf ins grosse Abenteuer – es geht paddeln. Genauer gesagt: Einer der “Great Walks” (heisst nun mal so) Neuseelands wartet auf uns – die Fahrt mit dem Kajak auf dem Whanganui River.

Tag 1:

Voller Vorfreude ins Kanu gestiegen und mit der gehoerigen Portion Respekt losgepaddelt. Alles wunderbar – die ersten Stromschnellen gemeistert – wir habens drauf!
Ok, der Spritzschutz am Kanu hat hinten nicht so ganz gesessen – was solls. Nach einigen Stunden paddeln war es dann aber schon etwas langweilig – immer der gleiche Fluss, die gleiche Landschaft (auch wenn der Wald wirklich schoen ist) und viel zu wenig Action. Alle 2 Stunden mal ne Stromschnelle – zu oed! Fix und fertig am Abend auf nen Campingplatz mitten in der Wildnis zugesteuert. Man stelle sich vor: Du bist fix und fertig, stinkst nach dem Wetsuit, das vor Dir ein Trupp Bauarbeiter bei 40 Grad im Schatten anhatte, hast Hunger und dir ist lausig kalt. Und dann packst Du Dein Zelt aus – nass!!! Packst die Isomatte aus – nass! Grossartig!

Duschen auf dem Platz gibt es natuerlcih auck keine – ueberhaupt gab es da nur Klos (die ueble Sorte – Plumpsklooooos) und einen Unterstand zum Kochen!!! Also unter einem Wasserfall duschen (wie gesagt – es musste sein – der Gestank war unertraeglich). Klingt nach Abeneuer und Maennlichkeit? Von wegen. Danach ging es mir aber schon wieder viel besser!

Nach dem Fertigrisotto mit viel scharf und einem Bierchen war es dann auch wieder halbwegs ok. Danach haben wir nur das eine trocken gebliebene Zelt aufgebaut und sind tot in selbiges gefallen.

Tag 2:

Regen- frueh um 4! Das OBI-Zelt ist undicht, der Schlafsack schon halb nass! Also aufstehen und Muesli machen. Kaffee gibts keinen, fuer die Utensilien war kein Platz mehr im engen Kanu! Danach den ganzen Kram zusammenpacken und in den Booten verstauen. Es regnet immer noch! Und dann das Schlimmste: Wieder in den Stink-Suit steigen. Igitt!
Heute zum Glueck nur 4 Stunden paddeln – ich habe Kopfweh – migraeneartig! Genervt kommen wir am zweiten Campingplatz an – der zum Glueck ueber eine Huette verfuegt. Das alte Spiel……. auspacken, hochschleppen, duschen (ich mache Wasser auf dem Gaskocher warm) und dann kurz hinlegen – in der trockenen Huette (hoffentlich hat niemand im Voraus gebucht, dann muessen wir naemlich wieder raus!!!). Nach einer Sekunde falle ich in Tiefschlaf!!! Ich wache wieder auf – immer noch Kopfschmerzen – nach 4 Aspirin!

Kochen: Es gibt Fertignudeln – mit scharf – natuerlich! Dazu Wein – ich tirnke ein Glas dann gehe ich ins Bett – zuviel Kopfweh.

Nachts wache ich auf und erhasche einen wolkenfreien Blick auf einen wirklich umwerfenden Sternenhimmel!

Tag 3:

Stink-Suit anziehen – man gewoehnt sich an alles – nur daran nicht!

Das Wetter ist gut – ist der letzte Tag – dementsprechend ist meine Laune auch wieder besser. Da kann auch die Boot-belade-Aktion nix dran aendern oder die Sandfliegen, die meine Fuesse zerbeissen! Ich dachte Muecken waeren schlimm – von wegen!

Wir paddlen fleissig und trotz des Muskelkaters und des unglaublich verspannten Nackens weiter – dem Ende dieser Odysee entgegen….

Noch ein paar lustige Stromschnellen und dann sind wir endlich am Ziel!!! Eine Gruppe Israelis ist schon am Landeplatz – mir egal, Wet-Stinke-Suit runter und als erstes im Fluss mit viel Shampoo waschen!!! Aaaah – besser!

Boote entlanden, aus dem Wasser ziehen und auf unser Shuttle warten. Die 1 1/2 stuendige Fahrt verbringe ich groesstenteils schlafend. Und ich dachte ich bin der harte Outdoor-Bursche – von wegen!

Im Nachhinein ist natuerlich alles nicht mehr ganz so schlimm wie hier beschrieben – aber das war die Mail, die ich der Pam kurz nach der Ankuft geschrieben habe. Mittlerweile kann ich mich auch schon wieder mit der Idee anfreunden, noch mal so einen Trip anzugehen.

Und was haben wir aus der Aktion gelernt? Tagestouren! Abends wieder im Warmen und Trockenen sitzen, ein bequemes Bett, heisse Duschen und all diesen selbstverstaendlichen “Luxus”, den man erst zu schaetzen lernt, wenn man auf ihn verzichten muss. Eine schoene Erfahrung!

Neuseeland – der Norden

28. November 2006

Neuseeland – grosse Erwartungen hingen seit Beginn der Reise an diesem Land!

Auckland – unsere erste Station – ist eine nette, quirlige Stadt, die nach den letzten Monaten in Zentral- und Suedamerika natuerlich heftig ueberteuert erscheint. Das guenstigste Doppelzimmer fuer 40 Euro – das muss ja nicht sein! Einkaufen gehen und ruck-zuck wechseln weitere 40 Euro den Besitzer – autsch! An diese Preise muessen wir uns hier wohl erst noch gewoehnen.

Beeindruckend war der Besuch des Sky-Towers, einem der Wahrzeichen von Auckland. Da ging dem lieben Stefan ganz schoen die “Pumpe”, als wir uns an die Glaswand in 200 Metern Hoehe gelehnt haben. Aber was fuer eine Aussicht!

Next Step: ein Auto mieten! Grossartige Idee – schliesslich ist das hier einigermassen guestig und fuer nur 4 Wochen den Stress auf sich zu nehmen, einen Wagen zu kaufen und anschliessend wieder zu verkaufen – schwierig!
Also nix wie los und gleich nach den ersten Metern auf die Jungs von “Escape” gestossen. So ein Camper muss her! Das Teil ist zwar schon nicht mehr ganz so billig – aber was solls – dafuer spart man ja bei den Uebernachtungen…kann selber kochen… und ueberhaupt..!

Derart mobilisiert zieht es uns natuerlich raus aus der City und in die viel gelobte Natur Neuseelands. Aber da war noch was: Linksverkehr! Aiiii!
Auch diese Huerde ist schnell genommen und wir sind unterwegs in den Norden – zum “90 MIle Beach”. Unterwegs schlafen wir an einsamen Kuesten und in tropischen Waeldern. Noch nicht das ganz grosse Kino – aber doch schon sehr sehr nett! Einzig das lausige Wetter nervt, denn es regnet schon ziemlich oft. Schliesslich ist hier eigentlich Sommer!

Der bekannte Strand enttaeuscht dann allerdings – es ist eben einfach nur ein 90 Kilometer lange Sandstrand – nicht mehr und nicht weniger. Die einsamen tropischen Palmenstraende Mexicos waren fuer mich beeindruckender.

Damit ist der Norden erst mal abgehakt und es gilt mit grossen Schritten den Sueden zu erkunden – dort wurden die meisten Abschnitte vom Herrn der Ringe gedreht und dort zieht es uns hin…

Endlich – neue Bilder online

27. November 2006

Endlich sind die neuen Bilder des Neuseeland-Trips im Fotoalbum. Fuer Beitraege reicht heute die Zeit leider nicht mehr – aber ich denke die Fotos sind aussagekraeftig genug.

Kiwis!!!

18. November 2006

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge haben wir Suedamerika den Ruecken kehren muessen und sind jetzt in Neuseeland aufgeschlagen.

Empfangen wurden wir zwar mit suboptimalem Wetter – aber abgebruehte Traveler wie uns kann das natuerlich nicht die Stimmung verderben.

Bevor wir Mordor, Hobbingen und Mittelerde erkunden koennen, gilt es erst noch einen adaequatan Wagen zu besorgen. Stellt sich die Frage: “Kaufen oder Mieten?”
Lohnt sich der Kauf bei 4-5 Wochen im Land? Kriegen wir die Karre dann wieder los? Was ist, wenn die Muehle nach 100 Kilometern auseinanderfaellt?

So viel vorweg: Wir haben ein Gefaehrt gefunden und uns entschieden, den einfachen Weg zu gehen – sprich ein Auto zu mieten. Die ganze Story gibt es dann beim naechsten Mal – incl. Bilder und ersten Fahrberichten…

Ab heute Nachmittag sind wir dann also unterwegs – zuerst in den Norden und dann in den Sueden auf die Suedinsel.

Comic-Van

18. November 2006

Bevor wir Mordor, Hobbingen und Mittelerde erkunden koennen, mussten wir uns allerdings erst noch um einen fahrbaren Untersatz kuemmern. Nach dem einchecken ins Hostel haben wir uns also gleich auf die Suche nach einem adaequaten Gefaehrt gemacht. Wir waren noch keine 10 MInuten unterwegs, stolpere ich quasi ueber ein Schild, das “Campers for rent” anbietet. Nix wie rein – so ein Camping-Bus waere ja genau das Richtige.

Hasta la vista – Argentina

13. November 2006

In ein Paar Stunden faehrt mein Bus von Bariloche nach Puerto Mont (Chile).
Damit verlasse ich dieses wunderbare Land leider, um meine Reise – dann wieder mit Stefan zusammen – fortzusetzen.

Argentinien hat mich vor allem durch seine Vielseitigkeit beeindruckt: Hitze und Jungle im Norden; glasklare Seen, dichte Waelder und reissende Fluesse im Lake Distrikt, endlose Weite in Patagonien, die schneebedeckte Berge der Anden und nicht zuletzt das energetische Flair in den Stadtteilen von Buenos Aires.

In Erinnerung werden auch die schier endlosen Busreisen von bis zu 30 Stunden bleiben, in denen die Zeit stillzustehen scheint. In denen mich die Klimaanlagen zur Weissglut brachten und mir das ohrenbetaeubend laute Bordkino den Rest gab.

Ja, die Steaks – ich werde wohl nie mehr ein Stueck Fleisch essen koennen, ohne es nach dem Massstab eines argentinischen Angus-Rinds zu vergleichen. Und dann der Wein, das Eis, die Schokolade, …

Wer haette gedacht, dass ich so viel Spass auf dem Ruecken eines Pferdes haben kann? Creolos – die perfekten Tiere fuer anspruchsvolle Ritte, egal ob  Up- und Downhill.

Und dabei ist noch so vieles in diesem Land unentdeckt geblieben!
Eines steht fest – ich komme wieder…

Bariloche die Zweite

12. November 2006

Die Zeit vergeht viel zu schnell…
Meine letzten Tage hier in Argentinien verbringe ich wieder im Lake Distrikt und in Bariloche.

Da ich mich bald mit Stefan in Chile treffe, sind somit auch meine letzten Tage im Dormitorio gezaehlt. Wobei man kaum von einem “Dorm” reden kann. Das zweite Bett in meinem Minizimmer hier im “La Bolsa” ist naemlich immer noch unbesetzt und ich habe den Raum fuer mich allein.

Das Hostel ist uebrigens sehr zu empfehlen! Super Stimmung, nette Leute, zentral gelegen und es ist alles da was man so braucht…

Esquel

10. November 2006

Auf dem Weg in meine “Wahl-Heimat” Bariloche habe ich mich fuer einen Stop in Esquel entschieden.
Die kleine Stadt ist ungefaehr 5 Bus-Stunden von Bariloche entfernt und liegt, eingerahmt von malerischen Bergen, ca. 50 Kilometer vom Nationalpark “Los Alerces” entfernt.

Nach einer etwas konfusen Suche nach einem Hostel, habe ich mich fuer das “La Colinas” entschieden. Diese neue Unterkunft liegt etwas ausserhalb des Zentrums – ca. 10 Gehminuten entfernt am Berghang und wird von sehr netten Leuten geleitet. Fuer 24 Pesen (handeln!) kommt man in Dormitorio unter. Das Fruehstueck ist reichhaltig – Brot, Butter, Marmelade, 2 Sorten Kuchen und Kaffee. Der Kaffee ist allerdings nicht wirklich lecker! Ein weiterer Minuspunkt: Die Betten sind fuer grosse Menschen recht kurz (ok bis 1,85 m) und zum Teil etwas wackelig.

Der Bus in den Nationalpark faehrt um 8.00 am Terminal ab und kehrt vom Lago Furtalaufquen um 19.45 zurueck (Ankunft in Bariloche ca. 20.30).

Trekking im Nationalpark “Los Alercesâ€

10. November 2006

Der  Nationalpark “Los Alerces” ist in erster Linie fuer seine super-hohen Baeume bekannt.

Mich zieht es aber eher zum Wandern hierher. Da mein favorisierter Treck, der “Cerro Daldo” gesperrt ist (la nieve!), empfehlen mir die Ranger, statt dessen die Cascada Arocho und den 5 Salto zu hiken. 
Die beiden Wege beschaeftigen mich dann auch gute 9 Stunden!

Da der Bus schon um 8 Uhr in Esquel abfuhr und erst um 20 Uhr zurueckfaehrt, bin ich damit insgesamt  rund 13 Stunden unterwegs.
Mit Muehe und Not kann ich meine Augen zum Pizza&Salat essen noch aufhalten – danach falle ich ziemlich erledigt in mein Stockbett. Zum Glueck schlafe ich alleine in meinem 6er Dormitorio – das ist das Gute an der Nebensaison!

Cabalgata in Esquel

10. November 2006

Auch in Esquel habe ich mich zu einer Cabalgata entschlossen und bin mal wieder zum Treck in die Berge aufgebrochen…

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