Archiv für Juli, 2011
Nützliche online Tools
11. Juli 2011 Auf onlinevoten.de kann man wie der Name schon sagt eigene Online-Abstimmungen und Umfragen generieren.
Doodle.com ist ein ähnliches Tool für die Abstimmung von Terminen.
Laufbericht: Fichtelgebirgsmarathon 2011
8. Juli 2011Um 5:30 reißt mich der Wecker aus meinem hervorragenden Schlaf in der Pension “Jägersruh” in Fichtelberg. Grund für die unmenschliche Weckzeit: der Fichtelgebirgsmarathon 2011.
Beim schmökern in Anton Lautners Laufberichten auf marathon4you bin ich auf diesen anspruchsvollen Berglauf gestoßen. Da Anton nur gute Worte für die Veranstaltung fand, habe ich mich spontan entschlossen, hier an denn Start zu gehen. Der Schneeberg (1050 Meter) im Fichtelgebirge ist zwar auch nur rund 400 Meter höher als unsere Gipfel der “Fränkischen”, trotzdem lässt das Profil des Laufs eines erahnen: Wohl dem, der sich seine Körner für die 830 Höhenmeter, die auf den 42 km bewältigt werden wollen, gut einteilt!
Da ich meine Startunterlagen samt “Banff Tuch”, Vollkornbrot und Frubiase Getränkepulver schon am Vorabend abgeholt habe, bleibt morgens auf dem Parkplatz der Firma Dronco genügend Zeit, in aller Ruhe die Startvorbereitungen zu treffen. Pünktlich um 7:30 werden die rund 200 Marathonläufer nach Weißenstadt zum Start gekarrt. Dank dem hässlichen Überwachungsturm (aus der Zeit des kalten Krieges) auf dem Gipfel des Schneebergs, ist dieser in der schönen Landschaft leicht auszumachen und so sind die Gedanken während der Fahrt bereits auf die vor mir liegenden Anstiege fokussiert.
Der Start findet am Fichtelsee statt, der dann um 8:30 auch erst einmal umrundet werden will. Die vier Kilometer lassen sich mit einem 5er Schnitt locker laufen und wie immer geben einige Läufer schon jetzt ordentlich Gas – wenn wir uns mal nicht bald wiedersehen ;)
Ab KM 5 zeigt die Strecke dann ihr wahres Gesicht: Es geht auf Forst- und Schotterwegen allmählich aufwärts Richtung Schneeberg…
Bei meiner “Renneinteilung” im Vorfeld hatte ich mir folgenden, zwar sehr einfachen, evtl. aber doch etwas naiven Plan zurechtgelegt: Schnitt bergauf 6 Min./KM, bergab 4 Min./KM und auf gerade Strecke entsprechend 5 Min./KM. Das sollte mich knapp unter 3:45 ins Ziel bringen. Leider wird schon auf den ersten Minuten des Anstiegs zum Schneeberg klar, dass diese Werte wohl etwas blauäugig “berechnet” waren – das GPS jedenfalls zeigt eher Werte um 7 bis 8 Minuten an! So korrigiere ich meine Zielzeit mal lieber auf immer noch optimistische sub 4:00 Stunden.
Trotzdem habe ich schnell einen guten Rhythmus für den Aufstieg gefunden und kann den einen oder anderen “Schnellstarter” am Berg einfangen. Der Gipfel ist nach ca. 8 Kilometern erreicht und der Weg stürzt sich jetzt ziemlich steil ins Tal. Wie schon auf dem Hochweg profitiere ich bergab von meinen vielen hügeligen Trainingskilometern. Ich hatte meine Stärken zwar eher im “Klettern” gesehen, kann jetzt aber doch recht viele Läufer im Downhill überholen. Und der zieht sich! Bis zur Halbmarathonmarke bei 21 Kilometern geht es im Sturzflug runter. Meine Pace pendelt größtenteils um 4 Min./KM. Was sagt der Körper? Kraft: ok! Knie und restliche laufrelevante Körperteile: auch ok!
An den Verpflegungsstellen habe ich mich gar nicht lange mit Wasser aufgehalten, sondern immer Cola und Iso gekippt. Zusammen mit einem Beutelchen Gel und den kleinen gereichten Bananenstückchen versuche ich dem “Hammermann” ein Schnippchen zu schlagen. Vor dem Anstieg zum Kösseinegipfel folgt ein zweites Gelbeutelchen und schon geht es wieder bergan, zunächst noch moderat am Golfplatz vorbei, dann ziemlich steil durch den Wald hinauf.
Der Puls spielt heute strecken- und temperaturbedingt in einer anderen Liga als beim Metropolmarathon vor vier Wochen. Lag er auf dem Weg zum Gipfel des Schneebergs noch bei rund 150 Schlägen/Min., sind es an diesem Anstieg schon knapp 160. Trotzdem bin ich weiterhin gut unterwegs und erst von ein oder zwei Läufern dauerhaft überholt worden. Auf der Habenseite stehen da schon deutlich mehr Gegner ;)
Es folgt ein weiterer ambitionierter Downhill, auf dem ich einige Läufer “einsammeln” kann. Auch wenn mir die Platzierung völlig Schnuppe ist, motiviert das und zeigt, das meine “Renneinteilung” bisher nicht so schlecht gewesen sein kann. Mit einem Gesamtschnitt von bisher rund 5:15 liege ich sogar noch im Plan, um unter 3:45 zu finishen. Allerdings merke ich jetzt doch schon deutlich meine Beine und nach einer weiteren Verpflegung bei KM36 bekomme ich einen Krampf in den linken Wade! Verdammt – was jetzt? In meiner bisherigen “Läuferkarriere” hatte ich während eines Laufs noch nie derartige Probleme und so habe ich zunächst auch keine “Gegenmaßnahmen” in petto. Ich bleibe kurz stehen, ziehe den Fußballen an den Zehen nach oben und merke, wie der Schmerz nachlässt. Beim Anlaufen droht die Wade allerdings sofort wieder zu krampfen. Ich laufe trotzdem locker weiter und versuche jetzt bei jedem Schritt, den Fuß nach oben zu ziehen – also primär auf der Ferse zu laufen. Das funktioniert! So laufe ich mit einem immer noch recht flotten 5er Schnitt auf der Ebene in Richtung Kleinwendern.
Nach ein bis zwei Kilometern sind die Krämpfe zum Glück vorbei. Der unökonomische Bewegungsablauf hat allerdings seinen Tribut von meinem Kräftekonto gefordert. Der Puls sinkt nur noch sporadisch unter die 160er Marke und entsprechend schwer fallen die Schritte auf den letzten drei Kilometern. Kämpfen! Ein Blick auf die Uhr gibt mir dann aber doch noch einen deftigen Motivationsschub: Rund 500 Meter vor dem Ziel zeigt das GPS 3:36 an – wenn nichts mehr schief geht, müsste ich unter 3:40 bleiben – also Endspurt.
Die letzten Meter lege ich auf der Tartanbahn des Fichtelgebirgs-Stadions zurück und höre, wie Birgit vom Orga-Team meinen Namen ansagt.
Bei 3:39:31 (offizielle Zeit) überquere ich die Ziellinie und kann die super Zeit erst mal gar nicht fassen.
Bei der Urkundenvergabe nach Kuchen, Weizen und Duschen dann der nächste “Schock”: 4. Platz in der Altersklasse und 27. Platz gesamt! Da wäre ich ja um ein Haar auf dem Treppchen gelandet ;)
Mein Fazit: Super Strecke, nahezu perfekte Organisation, tolle Betreuung, familiäre Atmosphäre! Eine klare Empfehlung für alle Marathonläufer, die runter vom Asphalt und Bergluft schnuppern wollen.
Ein dickes Dankeschön an Orga, Betreuung und die Masseuse, die sich bei der Massage so ausgiebig um meine platten Beine gekümmert hat!
Einen Bericht mit vielen Bildern stellt Anton von marathon4you hoffentlich bald online, der hier auch ganz herzlich gegrüßt sein soll!
Laufsau 2011: Fichtelgebirgsmarathon 2011
2. Juli 2011

Über 830 Höhenmeter auf der Marathondistanz weist das Streckenprofil des FGM auf! Dabei führt der Weg von Weißenstadt über den Schneeberg, mit 1.051 m ü. NN immerhin der höchste Berg des Fichtelgebirges, nach Wunsiedel ins Fichtelgebirgsstadion.
Der Metropolmarathon liegt gerade erst 4 Wochen zurück – eine Top-Zeit ist daher wohl eher nicht zu erwarten. In diversen Laufberichten habe ich nur Gutes über die Veranstaltung gelesen und freue mich schon auf die knackige Herausforderung – auch wenn das Höhenprofil Respekt einflößt:
Einen Laufbericht gibt es dann nach dem nächsten Wochenende…
Geschrieben in
