Dieser Satz beschreibt meinen aktuellen Gemütszustand wohl am Besten.
Nach knapp einem halben Jahr bin ich seit dem 14.01.07 von meiner kleinen Weltreise zurück und gewöhne mich so langsam wieder an einen festen Wohnsitz, ein eigenes Auto, trinkbares Leitungswasser, schnelles Internet, leckeres Schwarzbrot und viele andere Dinge, die ich in den letzten Monaten hin und wieder vermisst habe.
Die “Nacharbeiten” des Trips halten mich im Moment noch ganz schön auf Trab und zum Glück von allzu melancholischen Stimmungsschwankungen ab. Der Rucksack will ausgepackt, die Bilder bearteitet und sinnvoll sortiert werden. Trotzdem bin ich in Gedanken natürlich immer wieder bei der Reise – unterwegs in den Maya Ruinen Mexicos, dem Atitlan See in Guatemala, in Argentiniens Nationalparks, den Wäldern Neuseelands, dem quirligen Sydney oder an den Traumstränden Thailands.
Die häufigste Frage seit ich zurück bin: “Wo hat es Dir denn am besten gefallen?”
Natürlich ist die Antwort nicht ganz einfach. Zum Einen waren wir an so vielen unterschiedlichen Orten, dass ein direkter Vergleich unmöglich ist, zum Anderen hat natürlich jedes Land seine eigenen Highlights. Ganz grob kann ich vielleicht folgendes sagen: Die freundlichsten Menschen habe ich in Mexico getroffen, die atemberaubendsten und abwechslungsreichsten Landschaften durchquerten wir in Argentinien, Neuseeland wartet mit den schönsten Wäldern auf und nirgends konnte ich besser chillen als auf Thailands malerischen Inselchen. Schön war es jedenfalls überall.
Ein Paar Zahlen:
- Wir haben rund 30.000 Kilometer in Flugzeugen und noch mal genausoviel mit Leihwagen und Bussen auf der Straße zurückgelegt
- In dem halben Jahr leisteten uns 4 Kakerlaken in unseren Zimmern Gesellschaft – R.I.P
- Zwei Mal hat mich Pharaos Rache ereilt (davon einmal auf einer knapp 30 stündigen Busfahrt)
- Ich war unterwegs 4 Mal beim Friseur
- Die längste Busfahrt brachte uns von Mexico City nach Yucatan – rund 2.500 Kilometer
- Das mieseste Zimmer habe ich mir in Syndey mit 7 weiteren Bewohnern geteilt und dafür 20 Euro pro Nacht berappt
- Das billigste Zimmer kostete 2 Euro (Guatemala – Atitlan See, San Pedro)
- Ich saß geschätzt über 100 Stunden in diversen Internet-Cafes (wahrscheinlich noch viel länger)
- Am Ende der Reise habe ich über 3.000 Bilder geschossen
Und jetzt?
Viel haben wir gesehen. Den “Grobüberblick” konnten wir uns verschaffen und ich weiß jetzt, wo es mir besonders gut gefällt und wo weniger. Schon deswegen wird es eine Fortsetzung geben. Vielleicht kein halbes Jahr… aber wer weiß … wenn die Reise eines gezeigt hat: Es kommt immer anders und vor allem als man denkt…