Winter 2011 – wir wären dann mal soweit!

15. Dezember 2011

Winter 09Winter 09 2

Am Freitag soll ein Tief aus Nordfrankreich den ersten Schnee zu uns bringen. Mir wäre das durchaus recht! Das Grüngrau vor dem Fenster ist schließlich nicht wirklich hübsch anzusehen!

Außerdem sind wir vorbereitet: Die Winterreifen sind montiert, die Vogelfuttervorräte aufgestockt und die luftigen Laufschuhe wurden um ein wintertaugliches Paar Salomon Crossmax CS ergänzt.

Geschenktipp für Läufer

14. Dezember 2011

In zwei Wochen ist Weihnachten!
Wer noch kein Geschenk für mich gefunden hat, dem sei der folgende Tipp ans Herz gelegt: Eine Laufkreuzfahrt in die südliche Karibik.

Neben den üblichen “Fresskapaden” mit Captains-Dinner und Cocktails satt, werden dem sportliche Weltenbummler hier “Etappenläufer” an Bord und in ausgewählten Destinationen offeriert.
Über die Länge der Einheiten müsste allerdings noch mal diskutiert werden! 5-8 Kilometer – da ist ja mit Ach und Krach gerade das kontinentale Frühstück wieder von den Rippen runter!!!

Die Reiseroute Dom.Rep., Britische Jungferninseln, Niederländische Antillen, Antigua, Barbados, Florida klingt dagegen recht vielversprechend!

Rund 1.900 Tacken bucht der Veranstalter dafür übrigens von der goldenen Mastercard ab – autsch!

Im Test: Stirnlampe Piko X von Lupine

13. Dezember 2011

Warum rennt Man(n) bei völliger Finsternis und frostigen Temperaturen durch den zu später Stunde von Regen- und Graupelschauern durchzogenen Wald?
Ganz einfach: Weil Man(n) kann! Ein neues Lauf-(Gadget) macht den Night-Trailrun möglich.

Der Vorteil nächtlicher Trainingseinheiten liegt vor allem in der willkommenen Abwechslung – der Nachteil in der mangelnden Sicht und den einhergehenden Gefahren! Ein falscher Tritt und es drohen Verletzung und Trainingspause!

In der Vergangenheit warf die Petzl Tikka nachts zuverlässig ihren doch recht fahlen Lichtschein auf den vor mir liegenden Weg und konnte damit zumindest Straße und Feldweg für nächtliche Aktivitäten erschließen. Abseits befestigter Wege reicht die Leistung der kleinen Stirnlampe freilich nicht aus, um einen ansatzweise trittsichern Lauf zu ermöglichen.

Hier kommt das neueste Gadget des ambitionierten Läufers ins Spiel: Die Stirnlampe Lupine Piko X.
Der Winzling bringt mit Akku gerade einmal 210g auf die Waage, liefert dabei aber sagenhafte 750! Lumen. Möglich wird das durch den Einsatz von zwei CREE XM-L LEDs im filigranen CNC-gefrästen Aluminium-Lampenkopf, der gerade einmal 24 x 32 mm misst.

Das Besondere am Lupine-Konzept ist der modulare Aufbau der gesamten Produktlinie, die den Austausch des Zubehörs zwischen den Modellen ermöglicht. So kann die Piko wahlweise am Helm, am Fahrradlenker oder eben per Stirnband am Kopf getragen werden. Bei der Stromversorgung findet man das gleiche Prinzip: Es gibt diverse Akkus mit verschiedenen Kapazitäten zum Klipsen, Wickeln, für die Flaschenhalterung, usw., die auch für die anderen Lampen aus dem Lupine-Programm genutzt werden können.

Leistung
Die Lichtleistung der kleinen Piko X ist schlicht phänomenal und kann in 3 Helligkeitsstufen mittels leicht zugänglichem Schalter ausgewählt werden. Die Piko erhellt einen großen kreisrunden Hauptbereich, der ohne harte Kanten langsam und angenehm nach außen abfällt. In der Lauf-Praxis ergibt sich so ein hell ausgeleuchteter Trail mit langsam auslaufendem Lichtkegel, der auch bei hektischeren Kopfbewegungen angenehm “soft” erscheint.

Die verschiedenen Leuchtstärken lassen sich dabei subjektiv wie folgt beschreiben:

Stufe 1 (0,5 W / 60 Lumen): Gut für den gemächlichen Lauf auf dem Fahrradweg oder der Straße. Leuchtdauer (mit 2,5 Ah Akku): ca. 40 Stunden

Stufe 2 (3,5 W/ 300 Lumen): Runter von der Straße, rauf auf den Feld- oder Waldweg. Schon bei der mittleren Stärke erstrahlt der Trail in einem starken und gleichmäßigen Lichtschein, der auch für schwierige technische Passagen locker ausreicht. Leuchtdauer (mit 2,5 Ah Akku): ca. 5 1/2 Stunden

Stufe 3 (10 W / 750 Lumen): Halleluja! Im Fernlichtmodus legt die Piko noch mal nach und erreicht eine Reichweite von rund 100 Metern. Dieser “Beamshot” geht allerdings an die Substanz: Die Leuchtdauer mit 2,5 Ah Akku beträgt hier nämlich nur noch rund 2 Stunden.

Bedienung
Die Bedienung und das Handling sind einfach und clever! Wird der Akku angesteckt, zeigt die Lampe durch mehrmaliges Aufblitzen einer zweifarbigen LED den Ladezustand an. Diese Methode reicht allerdings nur für eine grobe Einschätzung der Restkapazität und braucht etwas Erfahrung.

Die Lampe wird von dem mitgelieferten Stirnband bequem am Kopf gehalten, lässt sich leicht in der Neigung justieren und bietet einen sehr guten Tragekomfort.
Bei der getesteten Version (Piko X) wird der Akku per mitgeliefertem Verlängerungskabel mit den Lampenkopf verbunden. Der Akku kann dann z. B. in der Jackentasche oder dem Rucksack transportiert werden. Ich habe ihn bislang in meinem Nathan Trinkrucksack verstaut – das klappt hervorragend. Das “fehlende” Akku-Gewicht am Kopf bringt dabei einen zusätzlichen Tragekomfort, während das unter der Jacke verstaute Kabel überhaupt nicht stört!

Verarbeitung
Ohne viele Worte: Die Verarbeitung der in der Oberpfalz handgefertigten Lampen ist hervorragend. Auch beim eingesetzten Material wurde nicht gespart. CNC gefrästes Aluminium und Spezialkabel (auch noch bei – 40 Grad flexibel) sind nur einige Highlights.

Versionen und Lieferumfang
Die Piko ist in verschiedenen Versionen erhältlich. Neben der günstigeren Piko X für rund 280 Euro sind von Lupine auch noch die Varianten Piko X Pro und Piko X Duo erhältlich.

Bei der “Pro” erhält man für rund 356 Euro ein Set mit stärkerem Akku (5,6 Ah), während bei der 350 Euro teuren “Duo” zwei kleinere Akkus (je 1,7 Ah) mitgeliefert werden. Ihr Vorteil: Sie können leicht an das etwas überarbeitete Stirnband angebracht werden und müssen nicht separat verstaut und transportiert werden. Der Lampenkopf ist dagegen bei allen drei Modellen gleich. Ein Ladegerät für die Li-Ion-Akkus, ein Softcase zum Verstauen der Lampe und eine gute zweisprachige Anleitung gehören zum Lieferumfang.

Fazit
Licht kann man eigentlich nie genug haben! Deswegen ist die Piko X eine echte Empfehlung für alle Nachtaktiven, die ganz viel Licht, eine super Verarbeitung und clevere Details suchen, sich aber vom stattlichen Preis nicht abschrecken lassen.

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Laufsau 2011 – 3.000 km

5. Dezember 2011

Laufsau 2011-1Wider erwarten begann die Wintersaison äußerst angenehm! Kein Wunder – der diesjährige November war der trockenste und sonnenscheinreichste seit Beginn der Wetteraufzeichnung. So schien in Nürnberg knapp 110 Stunden die Sonne – im Vergleich zum Vorjahr (ca. 40 Stunden) bedeutet das eine Verdreifachung.

Für eine Verdreifachung der Laufleistung hat es 2011 nicht gereicht, aber immerhin hat sich mein Pensum mehr als Verdoppelt!
Die für den Jahreswechsel angestrebten 3.000 Kilometer wurden ausgerechnet gestern – beim nassesten und schmuddeligsten Lauf des ganzen Jahres erreicht. Die 3000er Marke zu knacken, war dann auch die größte Motivation bei dem fiesen Wetter vor die Tür zu gehen.

Nicht ganz so toll: Durch die vielen Kilometer habe ich in diesem Jahr das vierte Paar Laufschuhe verschlissen!
Dabei gingen alle Schuhe im Fersenbereich um Schaft und Einstieg kaputt. Die Sohlen hätten alle noch eine Weile durchgehalten.

Das Problem betrifft alle eingesetzten Modelle und so langsam muss ich die Schuld wohl an meinen Füßen suchen!
Für Straßenläufe verwende ich übrigens den unfassbar bequemen Asics Gel Kayano. Auf dem Trail ziert im Sommer der Salomon Crossmax und im Winter der wetterbeständige Crossmax CS meinen Fuß. Die Crossmax Trailschuhe sind ein hervorragender Kompromiss – gut gedämpft auf der Straße, stabil und griffig im Gelände.


Ergänzung Laufdaten:
Der Gesamtumfang pro Jahr ist nach dem Halbamarthon-Debüt 2007 (mit Ausnahme des Baujahres 2008) stetig gestiegen. Seit 2009 hat sich der Umfang jährlich ungefähr verdoppelt! Ähnlich sieht es bei den Höhenmetern aus. Hier machen sich 2011 vor allem auch die vielen Trail-Kilometer im Hersbrucker Hügelland bemerkbar, die für einen Großteil der 56.000 Höhenmeter verantwortlich sind.

Distanz 5JahreHöhenmeter 5JahrePace 5JahreDistanz Schnitt 5Jahre

Besonders interessant sind für mich die Ergebnisse bei der Durchschnitts-Distanz und -Geschwindigkeit:

  • Die durchschnittliche Distanz pro Lauf lag 2010 im Schnitt bei 16,7 Kilometern. 2011 erhöhte sich der Wert auf 17,6 km – ein Plus von nur knapp einem Kilometer.
    Die Menge an gelaufenen Einheiten hat sich also stark erhöht, während die durchschnittliche Länge der Einheiten nur wenig zugenommen hat.
    Der Grund hierfür dürfte auch in dem ausgewogenen Trainingsplan zu finden sein: Während die Anzahl der langen Läufe in 2011 zunahm, wurden zum Ausgleich auch viele kurze Erholungsläufe ins Training eingebaut.
  • Die Durchschnitts-Geschwindigkeit fiel seit 2007 stetig leicht ab. Trotz der vielen langen Läufe und Erholungsläufe stieg das Tempo 2011 im Schnitt auf 11,2 km/h oder 5:23 min/km an.
    Das durchschnittliche Marathon-Renntempo der bisherigen 3 Läufe liegt mit 5:13 min/km doch recht nahe an meinem durchschnittlichen Trainingstempo! Evtl. schlummert hier ja noch Potenzial zur Steigerung der Trainingsqualität?!?

Kurztest – Garmin Forerunner 310XT

27. November 2011

Hobbyläufer, die mit einer GPS-Uhr durch den Stadtpark oder durch Wälder und Wiesen rennen, werden gerne mal belächelt. Für mich ist das GPS allerdings eine tolle Methode, um nicht nur die Geschwindigkeit und viele weitere Faktoren des Laufs zu messen, sondern vor allem auch, um mir die gelaufenen Strecken am Rechner anzuschauen. Der eigene Track in Google-Earth dargestellt, ist eine super Motivation und ganz nebenbei lassen sich so auch neue Strecken finden oder alte optimieren.

Seit einigen Jahren schmückt daher der Forerunner 305 von Garmin mein Läufer-Handgelenk. Die Uhr hat allerdings einige Schwächen, wie z. B. die geringe Akkulaufzeit, die fehlende Wasserdichtigkeit sowie eine langsame Satellitenerfassung beim Einschalten. Durch einen Defekt (Ausfall der Hertzfrequenzmessung) bekam ich nun die Gelegenheit auf den Nachfolger, die Garmin 310XT upzudaten.

Garmin 310Xt 1-1Garmin 310Xt 2Garmin 310Xt 3

Garmin 310XT – Äußerlichkeiten
Als erstes fällt das neue Design der Uhr ins Auge. Insgesamt ist die 310XT immer noch recht groß, wirkt aber lange nicht mehr so klobig wie ihr Vorgänger. Die Farbkombination grau/orange/silber gefällt mir sehr gut und auch die Verarbeitung macht einen hochwertigen Eindruck. Durch das komplett verschweißte Gehäuse ist ein Wechsel des Akkus, wie schon beim Vorgänger, nicht möglich. Immerhin ist das gute Stück jetzt endlich wasserdicht und kann somit auch bedenkenlos mit unter die Dusche genommen werden. Das Armand macht einen guten Eindruck und auch wenn der Verschluss mit dem Doppeldorn etwas hakelig aussieht – in der Praxis funktioniert das Anlegen einwandfrei. Pfiffiges Detail. Die Gummischlaufe, die das überschüssige Armband aufnimmt, wird durch zwei kleine “Nippel” in Position gehalten. Ein abstehendes Armband gehört damit der Vergangenheit an.

Bedienung
Gleich beim ersten Einschalten überrascht die Uhr mit der neuen Vibrations-Funktion. Der manchmal schwer zu hörende Piepston wird durch die Vibration gut ergänzt und gerade bei Läufen mit vielen Teilnehmern, bei denen es um einen herum ständig piept und summt, macht diese Funktion durchaus Sinn.

Die Ortung der Satelliten geht mittel HotFix™deutlich schneller als beim Vorgänger von statten. GPS-Ausfälle im Wald oder in Straßenschluchten waren schon bei der 305er äußerst selten und blieben mir bisher auch bei der 310XT erspart.

Die Benutzeroberfläche wurde ebenfalls leicht überarbeitet. Besitzer der 305 müssen sich hier etwas umgewöhnen. Wer vorher noch keine Garmin Laufuhr hatte, wird mit der überarbeiteten Menüstruktur keine Probleme haben.

Akkulaufzeit
20 Stunden Akkulaufzeit gibt der Hersteller an. Das ist schon ein ganz ordentlicher Wert, um auch einen langen Ultra-Lauf von 100 oder mehr Kilometern locker zu überstehen. In den meisten Fällen dürfte dem Läufer der Saft wohl zuerst ausgehen.
Aufgeladen wird der Akku übrigens mittels Lade-Clip, der wie eine überdimensionale Wäscheklammer an der Uhr befestigt wird.

Hertzfrequenzmessung
Meinem Modell lag der Premium Textilgurt zur HF-Messung bei, der sich im Gegensatz zum Standard-Gummigurt etwas angenehmer trägt, wenngleich ich auch mit der einfachen Ausführung keine Probleme hatte. Aussetzer, Schwankungen oder Abweichungen bei der Hertzfreuenz konnte ich bislang nicht feststellen.

Software und Datenübertragung
Die Garmin eigene Software “Trainingscenter” hatte ich schon beim Forerunner 305 nicht im Einsatz. Statt dessen verwende ich zur Erfassung und Auswertung der Läufe rubiTrack am Mac. Die Alternative kostet schlappe 29 Euro und überzeugt durch Optik und Funktionsumfang.

Der Download der Daten findet bei der 310XT drahtlos statt. Hierfür liegt der Uhr ein USB-Stick für den PC bei, der die Signale der Uhr empfängt und die Daten optional auch gleich an den Web-Dienst Garmin Connect überträgt.

Großes Plus der Garmin-Geräte ist die Kompatibilität zum Apple-Betriebssystem. Macintosh-Benutzer können sich somit die Installation einer virtuellen Windows-Umgebung sparen.

Garmin Kundendienst und Service
Großes Lob sei an dieser Stelle dem Garmin Kundendienst ausgesprochen! Neben der extrem kurzen Reaktions- und Bearbeitungszeit wurden meine Anliegen stets äußerst kulant und unbürokratisch abgewickelt. Hier können sich viele andere Hersteller eine Scheibe abschneiden!

Kritik und Schwächen
Die 310XT wird von Garmin ausdrücklich als “für den Schwimmsport geeignetes Trainingstool für Triathleten” beworben. Im Wasser kann sie allerdings weder die Hertzfreuenz messen, noch die Position mittels GPS ermitteln. Da ich die Uhr ausschließlich zum Laufen benutze stört mich das nicht, der Marketingabteilung ist da aber wohl ein Fauxpas unterlaufen.

Laufbericht – Zeiler Waldmarathon

13. November 2011

Der Laufvirus greift um sich!
Inzwischen sind neben Oli und mir auch Stefan und Krischan vom Wettkampffieber erfasst und so ist das Team “Die Kaffeetanten” aka “Get Lost Tours” in Rekordgruppenstärke für die Zeiler Waldläufe (Marathon und Halbmarathon) gemeldet.

Vorbereitung
Oli und ich waren uns einig: Es soll ein softer Genusslauf zum Saisonende werden. Ein spezifisches Training stand bei mir im Vorfeld daher nicht auf dem Programm. Das Profil des Zeiler Waldmarathons ähnelt mit rund 800 Höhenmetern ohnehin meinen heimatlichen Trainingsstrecken in den Hügeln der Hersbrucker Schweiz.
Sub-4-Stunden sollte als Zielzeit also auf jeden Fall drin sein – Genusslauf hin oder her ;)

Auf nach Zeil
Marathon laufen heißt leider meistens auch früh aufstehen. Heute klingelt der Wecker um 6:30 Uhr! Ein erster Check der Außentemperatur: Minusgrade! Na prima!
Ich geb’s zu – ich bin Plaisir-Sportler! Dazu gehören Sonne und Wärme – beides sollen wir heute leider nicht bekommen. Dabei hat der Wetterbericht doch Temperaturen knapp unter 10 Grad und auch einige Sonnenstunden versprochen. Entsprechend umfassend ist die mitgeführte Klamottenauswahl: Softschell, Weste, Mütze, Handschuhe, Fleece – was soll ich bloß anziehen???

Gegen 9 stehen wir endlich am Hallenbad in Zeil, dem großen Treffpunkt mit der Ausgabe der Startunterlagen. Oli ist hier schon öfter gelaufen – kennt sich also aus. Der Rest des Teams hat sich entsprechend wenig Gedanken über den Ablauf vor dem Start gemacht und daher ist die Aufregung jetzt groß: Wo gibts die Unterlagen? Wo sind die Toiletten? Wo treffen wir uns? Wann gehts eigentlich los? Was für ein Stress ;)

Krischan und Stefan laufen den Halbmarathon um 11, Oli und ich müssen dagegen schon um 10 Uhr am Marathon-Start im Wald sein. Der Transfer in den “Laufpark Zeil” ist mit Shuttlebussen gut organisiert. Wir haben aber noch etwas Zeit und laufen gemütlich die 1-2 Kilometer zum Start.
Bis zu letzt wird die Kleidungsfrage diskutiert. Schließlich entscheiden wir uns aufgrund der erbärmlichen Temperaturen für die wärmeren Softshells. Handschuhe und Mütze sind bei rund 2 Grad obligatorisch.


Bergauf, bergab…
Gerade noch rechtzeitig denke ich an die Aktivierung des Lauf-GPS. Kaum sind die Satelliten gefunden und das GPS-Signal steht, fällt auch schon der Startschuss und rund 200 frierende Läufer nehmen die zwei Runden durch den herbstlichen Wald in Angriff. Krischan und Stefan sollen später ebenfalls hier Starten und vergessen wie ich, die Laufuhr anzuschalten. Leider reicht bei den Beiden die Zeit bis zum Start nicht mehr für die Lokalisierung der Satelliten, was neben reichlich Hektik auch einen unangenehmen Zeitverlust zur Folge hat. Nach dem Start ein Minütchen stehen zu bleiben, um auf die Bereitschaft der Laufuhr zu warten, zeugt freilich auch von – sagen wir mal echter Gelassenheit ;)

Der Kurs jedenfalls zeigt uns gleich am Anfang die Zähne. Zweieinhalb Kilometer lang ist der erste Anstieg. Kaum ist der erste Peak erreicht, verlassen wir den Wald und laufen über eine ausgesetzte Hochebene. Hier pfeift uns der eiskalte Wind um die Ohren und wir beglückwünschen uns mehrmals zur Klamottenwahl. Um uns herum dagegen laufen einige Mittstreiter in kurzer Hose und Shirtchen. Da friert es einen ja schon beim Hinsehen!

Bild “Streckenprofil” (42zwei.com)

Im Gegensatz zum Fichtelgebirgsmarathon, wo lange Up- und Downhills zu absolvieren waren, ist das Profil hier wesentlich welliger. So ist immer wieder Zeit, um die Muskeln etwas regenerieren zu lassen. Nach wenigen Kilometern ist klar, dass hier heute mehr drin ist, als die angepeilte Zeitmarke knapp unter vier Stunden.

Wir sind inzwischen ins Gespräch vertieft und so verfliegen die Kilometer. Socken und Gelriegel sind ebenso Thema wie Psychologie und Arbeitsalltag – die Läufer in unserer Nähe müssen verbal einiges ertragen :)
Schon am Start ist mir das bibbernde Mädel im Minirock aufgefallen, das jetzt schon seit einiger Zeit vor uns herläuft. Von ihr werden wir später noch als Kaffeetanten tituliert ;)

Bild “Team Kaffeetanten” (42zwei.com)

Nach flotten 1:46h ist die erste Runde dann auch schon vorbei. Oli “Die Rechenmaschine” versorgt mich indes laufend mit Hochrechnungen zur Zielzeit. So viel ist klar – die 3:45 werden wir wohl locker packen, falls wir von größeren Zwischenfällen verschont bleiben. Da die Halbmarathon- und Marathonstrecke sich auf einer rund 300 Meter langen Geraden überschneiden, wird parallel die Wahrscheinlichkeit einer Begegnung mit Stefan und Krischan ermittelt. Und tatsächlich: Als hätten wir es geplant, kommen uns die Beiden entgegen und wir klatschen im Gegenverkehr kurz ab!

Unser Schnitt liegt konstant im Bereich von 5 min/km. Kein Wunder also, dass die Quasselpausen länger werden und die Oberschenkel inzwischen Steigungen und Downhills mit leichtem Ziehen quittieren. So lange ich von Krämpfen verschont bleibe ist das aber völlig im Rahmen und kein Grund zur Sorge.

An den Verpflegungsstationen, die alle 5 km eingerichtet sind, greifen wir regelmäßig zu den salzigen Crackern, um ausreichend Mineralien aufzunehmen. Außerdem gibt es reichlich Kuchen, Müsliriegel, Fruchtschnitten und Bananen in handlichen Portionen. Warmer Tee, Cola, Iso, alk.-freies Radler und Malzbier runden das Angebot ab. Ein Dank an die vielen Freiwilligen, die sich bei der Kälte um unser Wohl kümmern!

Bild “Verpflegung Oli” (42zwei.com)

Ein Marathon entscheidet sich bekanntlich im letzten Viertel. Für mich ist die 35km-Marke meist ein guter Indikator um den Ausgang des Laufs abzuschätzen. Heute fühle ich mich immer noch ziemlich fit – das motiviert zusätzlich! Orthopädisch läufts auch beim Oli rund – keine Spur von den Fußproblemen der letzten Zeit. Allerdings konnte er seit Juli nur wenige lange Läufe mit 30 Kilometern absolvieren, die für die Marathonvorbereitung so wichtig sind. Während mein kurzes Tief vom Anfang der zweiten Runde überstanden ist, heißt es für ihn jetzt beißen. Aber Oli’s mentale Stärke ist von vielen Ultraläufen zementiert und nach einem kurzem Einbruch zieht er wieder deutlich an und wir fliegen dem Ziel auf den letzten drei Kilometern mit einem 4er Schnitt (min/km) entgegen.

Zeiler Waldmarathon Finish-1

Die Zeiterfassung piepst bei 3:35:45! Das ist für mich nicht nur Platz 32 (von 200), sondern auch neue persönliche Bestzeit :o)
Oli kommt direkt nach mir ins Ziel und finished damit Langstreckenlauf Nr. 41 !!!

Team-Ergebnisse
Oli: 3:35:48
Stefan: 2:04:52 (HM)
Krischan: 2:30:25 (HM)

Fazit
Trotz Kälte und mangelnder Sonne ein Top-Lauf mit Freunden in familiärer Atmosphäre!
Super Organisation (Startunterlagen, Verpflegungsstellen, Bustransfer – alles hat wunderbar funktioniert)

Herbstimpressionen

9. November 2011

Saisonabschluss und Planungen für 2012

17. Oktober 2011

Läuferischer Saisonabschluss für 2011 wird der Zeiler Waldmarathon am 12. November sein.
Stefan und Krischan wollen die Halbmarathon-, Oli und ich die Marathondistanz angehen. Eine Verbesserung meiner persönlichen Bestzeit steht dabei nicht auf der Agenda. Neben den klimatischen Unwägbarkeiten im November, die eine Zeitplanung ohnehin schwierig machen, soll der Saisonabschluss für mich auch eher ein Genusslauf werden.

Die Saison ’11 ist noch zwar noch nicht “gelaufen”, trotzdem gibt’s schon erste Termine für 2012. Neben dem obligatorischen Metropolmarathon, den ich jetzt jedes Jahr laufen möchte, steht ein erster Ultra-Lauf mit 50 Kilometer auf dem Programm.

Highlight und Höhepunkt für 2012 könnte die Tour de Tirol werden.
An drei aufeinanderfolgenden Tagen wird ein 10 KM-Lauf, ein Marathon und ein Halbmarathon gelaufen. Dabei kommen insgesamt rund 2000 Höhenmeter zusammen, die sich an den drei Lauftagen auf 73 Gesamt-Kilometer summieren.

Neben der Tour de Tirol könnte ich mir auch den Panorama-Marathon als Höhepunkt für 2012 vorstellen…

Einziges Manko: Die Motivation sinkt jetzt am Jahresende direkt proportional mit der Abnahme der täglichen Sonnenscheindauer.
Für den Herbst und Winter heißt das Motto also “Kilometer fressen!”. 50 – 60 Wochenkilometer sollten es nach meiner (naiven) Planung schon werden…

Ein Paar Bilder vom Fichtelgebirgsmarathon hab ich auch noch ausgegraben – vielleicht motivieren die mich ja für das anstehende nass-kalte Desaster….

Erfahrungen und Probleme mit iOS 5

13. Oktober 2011

Schnell mal iOS 5 installieren… Im Gegensatz zu den vorherigen Updates des mobilen Betriebssystems von Apple verursacht das aktuelle Update auf meinen Gadgets deutlich mehr Aufwand!

Download und Installation
Der Download zieht sich kurz nach dem Erscheinen der Software erwartungsgemäß relativ lange hin. Nach ca. 1 Stunde meldet iTunes dann doch noch “Installationsbereitschaft”.

Erste Fehlermeldung beim Backup der aktuellen Daten des iPhones: Das Backup konnte nicht erstellt werden! Beim zweiten Anlauf läuft das Backup dann.
Nach dem extrahieren der Software dann gleich der zweite Error: Eine Wiederherstellung des iPhones ist nicht möglich. Eine kurze Recherche in Apples Support-Datenbank liefert die Empfehlung den Rechner neu zu starten. Gesagt, getan – Rechner neu gestartet – Installation läuft.
Nach etlichen Reboots des Geräts ist das Update dann fertig….. und alle Apps verschwunden!

Abhilfe schafft hier das manuelle Hinzufügen der geladenen Apps per Drag&Drop aus dem Ordner “~/iTunes/Mobile Applications/” in den “Apps”-Bereich der iTunes Mediathek.
Damit sind die Programme in iTunes wieder vorhanden und können zur Synchronisation ausgewählt werden. Nach dem Sync. ist soweit alles wieder im Lot.

Apps auf dem iPhone

Erinnerungen
Im neuen Programm “Erinnerungen” lassen sich erst mal keine neuen Einträge generieren. Erst nach einiger Zeit (evtl. habe ich das iPhone zwischenzeitlich neu gestartet) zeigt sich ein “+” Symbol zum Erstellen neuer Erinnerungen. Leider wird beim 3gs die ortsbezogene Erinnerung wohl nicht unterstützt.

iCloud
Der Sync mit der iCloud (Adressen und Termine) klappt zunächst nicht. Erst nach der Deaktivierung und erneuten Aktivierung beider Optionen in den Systemeinstellungen am Mac werden die Daten synchronisiert. Hier könnte evtl. “Little Snitch” die Probleme verursacht haben, denn der Hinweis zur Bestätigung des Datenaustauschs zwischen Adressbuch und iCloud kommt erst nach der oben beschriebenen Vorgehensweise.

Der Umstieg von Googles Kalender- und Adresssynchronisation verursacht leider einigen Aufwand – schade, dass es hier kein Migrationstool gibt.

Fotostream
Zwar eher ein Feature als ein Programm – aber trotzdem nicht ganz problemfrei. Während der Abgleich zwischen verschiedenen iOS-Gadgets (iPhone und iPad) reibungslos funktioniert, musste iPhoto am Mac händisch auf Version 9.2 aktualisiert werden, damit es den neuen Dienst unterstützt. In der Softwareaktualisierung wurde das Update nicht angezeigt.

Mitteilungszentrale
Per Default werden unter anderem neue Mails nicht in der Mitteilungszentrale angezeigt. Welche App hier erscheint und wie sie sich präsentiert, kann in den Einstellungen unter “Mitteilungen” festgelegt werden.

So long – falls ich noch etwas finde, gibt’s hier ein Update….

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13. Oktober 2011


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